Details

Reiseführer Armenien

3000 Jahre Kultur zwischen Ost und West
Trescher-Reihe Reisen 10. aktual. u. erw. Aufl.

von: Jasmine Dum-Tragut

17,99 €

Verlag: Trescher Verlag
Format: PDF
Veröffentl.: 12.06.2019
ISBN/EAN: 9783897947597
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 476

Dieses eBook enthält ein Wasserzeichen.

Beschreibungen

- Mit Jerevan, Edschmiatsin, Sevansee, Dilidschan, Gjumri, Vandzor und Goris
- Alle UNESCO-Welterbestätten: Garni, Sanahin, Haghbart, Geghard, Tathev
- 25 Übersichtskarten und Stadtpläne, 23 Lagepläne von Klöstern
- Fundierte Hintergrundinformationen zu Geschichte, Kultur und Architektur
- Ausführliche Reisetipps von A bis Z zur Vorbereitung einer Reise

Das >Land der Steine>> Weitere Reiseführer zum Kaukasus und zu Osteuropa finden Sie auf der Website des Trescher Verlags
INHALTSVERZEICHNIS

Vorwort 11
Das Wichtigste in Kürze 12
Herausragende Sehenswürdigkeiten 14

DAS LAND DER STEINE 16

Zahlen und Fakten 18

Geographie 19
Gebirge 19
Gewässer 21
Vegetation 23
Tierwelt 24
Bodenschätze 25
Die Provinzen 26
Ararat - der mythische Berg 28

Die Menschen 34
Die Familie 35
Gastfreundschaft 38
Demographische Probleme 38

Die armenische Küche 40
Die Mahlzeiten 42
Getränke 45

Geschichte 48
Die frühe Besiedlung 48
Das urartäische Erbe 51
Die armenischen Reiche 55
Das osmanische Reich 58
Armenien in der Neuzeit 58

Der armenische Staat 64
Der Weg zur Demokratie 64
Wahlen und Parteien 65
Die nationalen Symbole 66
Der Karabach-Konflikt 66

Armenien heute 70
Wandel und Stillstand 71
Tourismus 72
Alltagsprobleme 73
Wirtschaft 77
Bildungswesen 78

Das armenische Christentum 80
Die Kirchenfeste 81
Die Messe 82
Matagh, das Tieropfer 83
>Seelenfänger< und Bauboom 84

Armenische Kunst 87
1500 Jahre geschriebene Kultur 87
Armenische Musik 91
Die armenische Malerei 93
Architektur und Skulpturkunst 95
Kreuzsteine 99
Kirchenkunst-Glossar 101

Die armenische Sprache 103
Geschichte 104
Sprachstufen und Dialekte 105
Die armenische Sprache heute 106

JEREVAN 108

Blick über Jerevan 110
Geschichte 110
Das Stadtbild Jerevans 111

Das Zentrum 115
Rund um den Republiksplatz 115
Rund um die Oper 117
Vom Republiksplatz zur Grigor-Lusavoritsch'-Straße 119
Am Hrazdan 122
Im grünen Hufeisen Jerevans 125
Marschal-Baghramjan-Boulevard 127

Außerhalb des Zentrums 130
Der Siegespark 130
Tsitsernakaberd 130
Erebuni - die Grundmauern Jerevans 134
Karmir Blur 136
Schengavith 137
Die Kirchen von Jerevan 138
Die Museen Jerevans 142
Die Außenbezirke Jerevans 156

Jerevan-Informationen 160

RUND UM DIE ARARATEBENE 170

Die Provinz Armavir 172
Zvarthnots' 172
Vagharschapat/Edschmiatsin 174
Aragats 184
Metsamor 186
Armavir und Umgebung 187

Die Provinz Aragatsotn 191
Aschtarak 192

Am Khasach entlang 195
Mughni 196
Karbi 196
Wehrkloster Surb Sargis 197
Hovhanavankh 198
Saghmosavankh 202
Artaschavan 205
Astvatsenkal-Vankh 206
Der Aparaner Stausee 207
Jeghipatrusch 209
Aparan 210
Die fremden kurdischen Dörfer 213

Von Aschtarak nach Gjumri 215
Oschakan 215
Aghts'kh 216
Bjurakan 216
Amberd 219
Tegher 220
Kosch 222
Schamiram 224
Arutsch 225
Irind 227
Thalin 228
Daschtadem 230
Mastara 231

Die Provinz Kotajkh 233
Ptghni und Arzni 233
Argel (Lusakert) 235
Bdschni 235
Hrazdan 238
Makharavankh 238
Tsaghkadzor 240
Kloster Ketsch'aris 241
Jeghvard 245
Buzhakan 246
Kaputan 247

Garni 248
Geschichte 249
Besichtigung 250
Havuts'thar 253

Geghard 254
Geschichte des Klosters 254
Besichtigung 256

DER NORDEN 262

Die Provinz Schirak 264
Pemzaschen 265
Arthik 264
Haritschavankh 268
Dschraphi 270
Anipemza 271
Gjumri 273
Marmaschen 280

Die Provinz Lori 283
Vanadzor 284
Stepanavan und Umgebung 288
Die Klösterstraße 294
Kloster Hnevankh 295
Kloster Khobajr 296
Odzun 300
Kloster Sanahin 303
Haghpat 309
Achthala 315
Spitak 318

Die Provinz Tavusch 320
Dilidschan 321
Haghartsin 323
Gosch 328
Idschevan 332
Lastiver 333
Makharavankh 334
Atscharkut und Kirants'-Klöster 337
Das östliche Tavusch 339
Kloster Varagavankh 340
Der Norden von Tavusch 342

Die Provinz Gegharkhunikh 343
Sevankloster 343
Semjonovka 346
Ltschaschen 350
Hajravankh 351
Noratus 352
Gavar 354
K'anaker 354
Dzoragjugh 355
Nerkhin Getaschen 356
Makhenis 356

DER SÜDEN 358

Die Provinz Ararat 360
Dvin 361
Artaschat 363
Chor Virap 365
Der Chosrov-Nationalpark 367

Die Provinz Vajots' Dzor 369
Areni 370
Noravankh 372
Vernaschen (Gladzor) 376
Schatin 379
Jeghegis 379
Gndevankh 382
Dschermuk 383
Karawanserei Selim 386

Die Provinz Sjunikh 390
Angeghakoth 390
Schakhi und Sisian 392
Thanahat 394
Die Steine von Zorakhar 394
Aghitu 396
Vorotnavankh 398
Goris 400
Chndzoresk 402
Choth, Schinuhajr, Halidzor 404
Tathev 405
Jerits'avankh 411
Kapan 412
Vahanavankh 413

WANDERUNGEN 418

Abenteuer zu Fuß 420
In den Walnusshainen von Garni 420
Von Garni nach Havuts' Thar 422
Durch die Schlucht des Khasach 424
Von Artaschavan nach Saghmosavankh 424
Zu den Wandmalereien von Khobajr 425
Dschuchtakvankh 426
Nach Spitakavor Astvatsatsin 427
In den Schluchten des Arpha 429
Zu den Höhlen von Chndzoresk 431
Nach Alt-Schinuhajr 432

REISETIPPS VON A BIS Z 435

Sprachführer 448
Literatur 458
Armenien im Internet 459
Die Autorin/Bildnachweis 460
Register 462
Kartenregister 468

EXTRA
Armenisches Weltkulturerbe 24
Mein Armenien 33
Rezepte 47
Die Diaspora-Armenier 62
Grigor der Erleuchter 86
Die Jerevaner Kognakfabrik 124
Davith von Sasun 127
Der alte Kranich 132
Musaler 183
Hovhannes Thumanjan 299
Armenisches Gebet 319
Sevan - die blaue Perle 349
Lavasch, das Brot der Erde 388
Die Seidenstraße 416

>>> Weitere Reiseführer zum Kaukasus und zu Osteuropa finden Sie auf der Website des Trescher Verlags
Jasmine Dum-Tragut wurde 1965 in Voitsberg, einer Kleinstadt im österreichischen Bundesland Steiermark, geboren. Nach dem Abitur studierte sie an der Universität Graz Sprachwissenschaft und Russistik, von 1988 bis Ende 1989 an der Universität Jerevan Armenologie. Ab diesem Zeitpunkt spezialisierte sie ihre Forschungstätigkeit auf die armenische Sprache und eignete sich im Laufe der Zeit ein weitreichendes Wissen über armenische Geschichte, Literatur und Kultur an. Nach ihrer Promotion an der Universität Graz war sie dort mehrere Jahre als Assistentin am sprachwissenschaftlichen Institut tätig. Im Jahre 1998 übersiedelte sie nach Salzburg, wo sie an Forschungsprojekten zur armenischen Grammatik, an der Übersetzung armenischer veterinärmedizinischer Manuskripte und an verschiedenen kleinen Projekten zur Sprache und Literatur Armeniens arbeitete. Sie bereist Armenien regelmäßig, nicht nur in wissenschaftlichem, auch häufig in kulturellem oder politischem Auftrag.
Seit 2002 ist sie Universitätsdozentin für allgemeine Sprachwissenschaft und Armenologie und vertritt die Interessen und die Kultur Armeniens als ehrenamtliche Beraterin für kulturelle Angelegenheiten in der armenischen Botschaft in Österreich. 2009 wurde ihr das Ehrendoktorat der Armenischen Akademie der Wissenschaften verliehen, sie ist auch Mitglied der Philosophischen Akademie der Wissenschaften Armeniens.
Seit vielen Jahren leitet sie die Abteilung für Armenische Studien am Forschungsinstitut für den Christlichen Osten in Salzburg und hat im Jahr 2016 den goldenen Verdienstorden des armenischen Bildungsministeriums erhalten.
DIE ÄLTESTE STAATSKIRCHE DER WELT
Das armenische Christentum > Seite 80
VON DER FESTUNG ZUR GROßSTADT
Jerevan > Seite 108
ZENTRUM DES GEISTLICHEN LEBENS
Edschmiatsin > Seite 174
INSEL DER RUHE
Das Höhlenkloster Geghard > Seite 254
ZENTRUM MITTELALTERLICHER WISSENSCHAFT
Die Klösterstraße > Seite 294
DER HIMMEL FIEL AUFS LAND
Der Sevansee > Seite 349
IM SCHATTEN DES ARARAT
Das Kloster Chor Virap > Seite 365
MITTELALTERLICHE UNIVERSITÄT
Tathev > Seite 405
FÜR ABENTEURER
Wanderungen in Armenien > Seite 418

Das ›Land der Steine‹, wie Armenien von seinen Bewohnern liebevoll genannt wird, kann auf eine jahrtausendealte christliche Kultur zurückblicken. Seine einzigartigen Gebirgslandschaften, unzählige wertvolle Kulturdenkmäler und die gastfreundlichen Bewohner machen das Land zu einem ebenso ungewöhnlichen wie lohnenden Reiseziel. Dieses Buch richtet sich vor allem an Reisende, die sich für die großartigen mittelalterlichen Baudenkmäler interessieren. Es bietet ausführliche Informationen über Geschichte, Baukunst, Landschaften und Gebräuche Armeniens. Neben der Hauptstadt Jerevan werden alle Provinzen ausführlich vorgestellt: das berühmte Ararattal, der wilde, unwegsame Süden, der Sevansee und der grüne Norden. Zahlreiche praktische Tipps dienen sowohl der Reisevorbereitung als auch der Orientierung im Land.

>>> Weitere Reiseführer zum Kaukasus und zu Osteuropa finden Sie auf der Website des Trescher Verlags.
- Besonders geeignet für Studienreisende
- Schwerpunkt auf Kultur- und Kirchengeschichte sowie Kirchenarchitektur
- Viele Lagepläne von Klöstern
- Autorin ist Armenologin und Ehrenmitglied der Armenischen Akademie der Wissenschaften
- Extra-Kapitel mit Wandervorschlägen
VORWORT

Armenien – ein unbekanntes Land jenseits der schneebedeckten kaukasischen Riesen, zerklüftet, steinig und uralt. Ein Hochgebirgsland, das seinen Bewohnern nur wenig Platz lässt, seinen fruchtbaren, doch trockenen vulkanischen Boden zu bebauen. Ein Land, das genau an der geographischen, politischen und wohl auch kulturellen Grenze zwischen Europa und Asien, zwischen Christentum und Islam liegt. Die faszinierende Kultur des armenischen Volkes präsentiert sich schon seit Jahrtausenden als eine zwar orientalisch beeinflusste, aber tief christliche. Armenien war der erste christliche Staat der Welt, und die Fußstapfen der frommen Mönche führen vom Ararattal bis in undurchdringliche Wälder und über steile Felswände in versteckte Orte, die in ihrem Dornröschenschlaf nur darauf warten, entdeckt und bestaunt zu werden. Winzige steinerne Kirchen, spektakulär über Schluchten drohende Klosterburgen, steinerne Kreuze in den grünen Ebenen sind die Zeugen einer christlichen Tradition, die ihresgleichen sucht.

Doch bei der Reise durch Armenien sieht man auch seine andere Seite, die weniger bekannt, weniger abendländisch anmutet. Viehherden, auf mühsam bewässerten Feldern hart arbeitende Bauern, Kühe und Schweine auf Dorf- und Stadtstraßen, dunkel gekleidete, bärtige Männer und alte Frauen in langen schwarzen Kitteln und bisweilen sogar mit vor das Gesicht gezogenen Tüchern. Sonnenverbrannte Erde und rotleuchtende Früchte in den Obsthainen. Laute Musik auf staubigen Straßen und der bunte Trubel von Marktszenen. Armenien ist auch Orient. Ein Teil der Seidenstraße verlief quer durch Armenien und an ihren Rändern wurden große Karawansereien errichtet. Im Gegensatz dazu das beinah zu modern erscheinende, unruhige Jerevan mit seinen Cafés, teuren Boutiquen und seinem für Besucher oft nicht verständlichen und übertriebenen Hang zu Äußerlichkeiten.

Für so manchen ist das Land auch Inbegriff einer tragischen Geschichte, eines gepeinigten, doch widerstandsfähigen Volkes, das seine Geschichte in unbeschreiblich schönen illuminierten Handschriften aufgeschrieben hat, deren Leuchtkraft heute noch jegliches moderne Kunstwerk erblassen lässt.

Die Armenier sind ein überaus gastfreundliches, herzliches Volk. Das, was sie vielleicht nicht in ihren Taschen haben – denn die Armut ist noch immer groß –, haben sie übervoll in ihren Herzen. Es lohnt sich, Armenien zu entdecken. Es ist ein unbekanntes Land, das sicherlich für den Reisenden einige Schwierigkeiten bieten mag, die Straßen sind oft schlecht, das Wetter ist heiß, die Gebirge sind hoch und einige Hotels, na ja. Andererseits überrascht den Reisenden das viel zu rasch wachsende, moderne Jerevaner Zentrum und eine Vielzahl von westlichen Geschäften. Doch wie gut – die orientalische Gelassenheit hat sich noch nicht ganz dem westlichen Tatendrang untergeordnet. Das wahre Armenien entdeckt man jedoch nur abseits der quirligen Hauptstadt…

Armenien ist ein Land, in dem man neben einer wunderbar kontrastreichen Natur auch die Gelegenheit hat, den frühen christlichen Geist zu schnuppern, und in dem man der Zeit eine andere Bedeutung als in Mitteleuropa beimisst: Zeit ist da, um sie anderen Menschen zu schenken. Und dann kann es sein, dass Armenien einen nicht mehr loslässt, und jede Erinnerung an die Reise einem ein kleines Lächeln auf die Lippen zaubert.

>>> Weitere Reiseführer zum Kaukasus und zu Osteuropa finden Sie auf der Website des Trescher Verlags.

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